Datum: 10. Januar 2026 um 13:35 Uhr
Alarmierungsart: DME
Einsatzort: Sentrup
Einheiten: FF Bad Iburg, FF Glane, Rettungsdienst, weitere Einheiten
Einsatzbericht:
Gestern kam es im Stadtteil Sentrup zu einem Brandereignis im Meisenweg. Vor Ort brannten zwei Carports samt Fahrzeugen. Das Feuer griff zudem auf angrenzende Wohnhäuser über. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.
Gegen 13:35 wurden zunächst die Feuerwehren Glane und Bad Iburg, gemeinsam mit der Drehleitereinheit der Feuerwehr Hilter alarmiert. Zudem machte sich ein Rettungswagen auf den Weg zur Einsatzstelle. Kurzzeitig war nicht auszuschließen, dass noch eine Person in einem der Brandobjekte vermisst wurde. Daher alarmierte die Leitstelle vorsorglich einen Notarzt.
Die Vermutung bewahrheitete sich glücklicherweise nicht. Dennoch wurden insgesamt sechs Personen von Rettungsdienst und Notarzt untersucht, konnten jedoch unverletzt vor Ort verbleiben. Hierbei war auch ein ehrenamtlich besetzter Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes aus Georgsmarienhütte im Einsatz. Dieser Verblieb bis zum Einsetzende vor Ort, sodass der Regelrettungsdienst frühzeitig abrücken konnte und für Notfälle im Osnabrücker Südkreis zur Verfügung stand.
Aufgrund des Brandausmaßes und der damit verbundenen starken Rauchentwicklung, musste die Feuerwehr vermehrt unter Atemschutz arbeiten. Um dem hohen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern gerecht zu werden, wurde im Einsatzverlauf die gesamte Ortsfeuerwehr Hilter hinzugezogen.
Darüber hinaus wurde auch die Ortsfeuerwehr Bad Laer nachalarmiert, um mit Atemschutzgeräteträgern personell zu unterstützen.
Ebenfalls erfolgte frühzeitig eine Warnung der Bevölkerung aufgrund der Rauchentwicklung. Anwohner im Stadtteil Sentrup wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zeitweise musste zudem die Häuser die Straße geräumt werden.
An dieser Stellen zeigte sich die Hilfsbereitschaft und der gute Zusammenhalt der Sentruper Bevölkerung. Anwohner in den benachbarten Straßen sorgten sich darum, den betroffenen Personen einen warme Platz zur Verfügung zu stellen und versorgten sie mit warmen Getränken und Speisen.
Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden bei ihrer Arbeit tatkräftig unterstützt. Unter anderem wurde eine warme Garage zur Verfügung gestellt, damit sich die Atemschutztrupps nach ihrem kräftezehrenden Einsatz im Warmen umziehen konnten. Zudem versorgten einige Anwohnern in den Abendstunden die Feuerwehrkräfte mit belegten Brötchen, Snacks und Heißgetränken.
Die Stadtfeuerwehr Bad Iburg möchte sich im Namen aller Einsatzkräfte herzlich bei allen Personen bedanken, die die Betroffene und die Einsatzkräfte unterstützt haben.
Neben den Einsatzkräften waren auch die untere Wasserbehörde des Landkreis Osnabrück, der Netzbetreiber und die Stadt Bad Iburg vor Ort.
Während sich mit der unteren Wasserbehörde bzgl. des Einsatzes von Löschschaum und austretenden Betriebsstoffen abgesprochen wurde, sorgte der Bauhof der Stadt Bad Iburg dafür, dass trotz der Witterung keine erhöhte Gefahr durch gefrierendes Löschwasser entsteht. Die Straßen im Bereich der Einsatzstelle wurde umfangreich gestreut.
Ebenfalls vor Ort war Bad Iburgs Bürgermeister Daniel Große-Albers, der sich einen Überblick über die Situation verschaffte und als Ansprechpartner der Stadt fungierte.
Zur Einschätzung der Lage wurde auch die Drohne der Kreisfeuerwehr Osnabrück eingesetzt. Die Drohnenpiloten sorgen für Fotomaterial aus der Luft und konnten dabei mit der Wärmebildkamera ihrer Drohne wichtige Informationen sammeln.
Ebenfalls wurden Wärmebildkameras von der Drehleiter, sowie vom Boden aus eingesetzt. Nach den Löscharbeiten wurde hiermit sichergestellt, das keine Brandherd mehr vorhanden ist. Zunächst konnten alle Einsatzkräfte abrücken.
Trotz der gründlichen Kontrolle, wurde bei ersten Instandsetzungsmaßnahmen erneut eine Rauchentwicklung wahrgenommen. Die Orstfeuerwehr Glane rückte zusammen mit der Drehleitereinheit Hilter in den Abenstunden ein zweites Mal in den Meisenweg aus.
Die Ursache konnte schnell identifiziert werden, woraus sich dann lediglich kleinere Nachlöscharbeiten ergaben. In diesem Zuge wurden weitere Teile des Daches aufgenommen, um an Glutnester heranzukommen.
Gegen 21:00 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte wieder abrücken. Die genaue Brandursache ist derzeit noch unbekannt und wird von der Polizei ermittelt.




