Seit 1990 wird von dem Landesfeuerwehrverband Niedersachsen Brandschutzerziehung für Kinder
und Jugendliche in Kindergärten und Schulen praktiziert. Im Laufe der letzten Jahre kamen
noch einige Aufgabenbereiche hinzu: Brandschutzaufklärung für Erwachsene, Senioren, Menschen
mit Behinderung und Menschen mit Migrationshintergrund.
In Niedersachsen sind weit über 1.800 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner als
Brandschutzerzieher in ihren Orts- und Gemeindefeuerwehren tätig unter dem Motto:
Brandschutzerziehung – Eine Aufgabe für alle!
Warum Brandschutzerziehung und -aufklärung?
Unter ca. 400 Brandtoten sind 40 Kinder, 10.000 Personen mit Brandverletzungen pro Jahr –
das sind Zahlen aus Deutschland, die zeigen, dass das Feuer viel zu viele Menschen zu
Opfern werden lässt. Die Hauptgründe hierfür sind die geringen Kenntnisse über
Brandschutz, das Verhalten bei Bränden und fahrlässige Brandstiftung von Kindern.
10 Thesen der Brandschutzerziehung
- Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung ist eine Aufgabe für alle. Eltern,
Lehrer und Erzieher arbeiten mit dem Brandschutzerzieher der Feuerwehr zusammen. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung findet unter Leitung und Aufsicht des
Lehrers/Erziehers statt. Der Brandschutzerzieher unterstützt ihn dabei. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung schützt das Leben sowohl der Kinder
als auch das der Erwachsenen. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung wirkt der Brandstiftung entgegen.
- Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung vermittelt die guten Eigenschaften
sowie die Gefahren von Feuer und Rauch. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung zeigt praktische Verhaltensweisen zur
Brandverhütung und die Alarmierung der Feuerwehr. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung fördert das Verständnis über die
Notwendigkeit von Einrichtungen und Maßnahmen des vorbeugenden und abwehrenden
Brandschutzes. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung ist altersgerechte Wissensvermittlung
und keine Selbstdarstellung der Feuerwehr. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung ermöglicht ein enges Vertrauensverhältnis
zwischen Kindern und der Feuerwehr. - Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung nützt allen.
Inhalte der Brandschutzerziehung
- Information und Aufklärung über den Sinn der Brandschutzerziehung
- Positive und negative Eigenschaften des Feuers
- Erkennen und Beurteilen von Brandgefahren
- Beurteilung der Wirkung von Brandrauch
- Flyer-Notruf
- Notrufabgabe
- Wo ist der Notfallort?
- Was ist passiert?
- Warten auf Rückfragen
- Das richtige Verhalten bei Bränden
- Notruf absetzen
- Verlassen der Gefahrenstelle
- Man darf sich bei Feuer nicht verstecken
- Man muss sich bei Feuer bemerkbar machen
- Der Umgang mit Brandschutzeinrichtungen
Die Lerninhalte sollten stetig trainiert werden, um diese langfristig zu festigen.
Auch die Brandschutzerzieher in den Feuerwehren müssen sich ständig weiterbilden auf
Seminaren und Lehrgängen auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene. Das Angebot der Seminare
reicht von Grundseminar Brandschutzerziehung, Brandschutzerziehung in Kindergärten,
Brandschutzerziehung in Schulen (Grundschule bis Sekundarstufe II), Experimente für Kinder,
Handpuppenspiel (Kindergärten), Methodik und Didaktik, Ganztagsschule „AG Feuerwehr“,
Brandschutzaufklärung für Senioren usw.
Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung in der Feuerwehr Bad Iburg erfolgt durch
Thomas Wolf aus der Ortsfeuerwehr Bad Iburg.