Geschichte OF Glane

Hier erfahren Sie Interessantes aus der Geschichte der Glaner Feuerwehr.

2015 – Wärmebildkamera für die Stadtfeuerwehr

Im Juni 2015 erhielt die Stadtfeuerwehr Bad Iburg eine Wärmebildkamera, die auf dem
Löschgruppenfahrzeug 10/6 der Feuerwehr Glane verlastet wurde. Im Bedarfsfall kann die
Ortsfeuerwehr Bad Iburg die Wärmebildkamera jederzeit anfordern.

Das Gerät im Wert von rund 10.000 € wurde vom Förderkreis Freiwillige Feuerwehr Glane,
durch den Vorsitzenden Andreas Kemper, an die Stadtfeuerwehr übergeben. Ermöglicht wurde
die Anschaffung zu zwei Dritteln von 25 Firmen aus den Bad Iburger Ortsteilen sowie der
Theatergruppe des Heimatvereins Glane und zu einem Drittel vom Förderkreis aus
Oster-Haussammlung und Erlösen des Osterfeuers.

Die Kamera wird nicht nur eingesetzt, um Brände zu erkennen und zu bekämpfen, sondern auch
zur Nachkontrolle, zum Feststellen von Flüssigkeitsständen in Behältern oder zur Personensuche.
Nur 10 Sekunden muss eine Person auf einem Stuhl gesessen haben, um dies mit der
Wärmebildkamera wahrnehmen zu können.

2011 – Ein Multifunktionsfahrzeug für Glane

Im November 2011 konnte ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10/6 bei der FF Glane in
Dienst genommen werden. Das 14,5 Tonnen schwere Fahrzeug basiert auf einem Fahrgestell von
Mercedes Benz, Typ Atego 976. Den feuerwehrtechnischen Ausbau übernahm die Dissener Firma
Schlingmann. Das neue Fahrzeug besitzt einen 1.200 l fassenden Wassertank mit
Schnellangriffseinrichtung und verfügt neben einer Einbaupumpe mit einer Durchflussmenge von
bis zu 2.000 l in der Minute auch über eine Tragkraftspritze. Ein 13 kVA Stromerzeuger liefert
den nötigen Strom für den Lichtmasten mit 2 × 1.000 Watt, welcher über ein sich im Heck
befindendes, mobiles Steuergerät ausgerichtet werden kann. Ein Rettungssatz, ein Überdrucklüfter,
eine Motorsäge und eine vierteilige Steckleiter gehören ebenso zur Ausrüstung wie vier
Pressluftatmer, von denen sich zwei im Mannschaftsraum befinden.

Zudem verfügt das LF 10/6 über Rundumbeleuchtung, Front- und Heckblitzer in LED-Technik
und eine Rückfahrkamera.

2009 – Jubiläum: 75 Jahre FF Glane

Ein moderner Fuhrpark, bestehend aus Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug, Gerätewagen
und Tanklöschfahrzeug, hatte unlängst die alte Kutsche mit Handdruckspritze abgelöst.
Motivation und Engagement sind hingegen unverändert. Am Wochenende des 20. und 21. Juni
wurde dieses Jubiläum daher gemeinsam mit zahlreichen Gratulanten der Stadt Bad Iburg und
dem Umkreis, zu denen neben Rat und Verwaltung auch benachbarte Wehren und Vereine sowie
Vertreter von Polizei und Kirche zählten, gefeiert.

„Auf die Feuerwehr Glane ist immer Verlass – 365 Tage im Jahr“, bekundete Bürgermeister
Drago Jurak, „zugleich haben die Gründungsmitglieder etwas geschaffen, das bis heute
unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeinwesens ist.“ Er sicherte deshalb auch weiterhin
vollste Unterstützung von Rat und Verwaltung, auch in finanzieller Hinsicht zu: „Der Etat
der Feuerwehr ist bei allen Haushaltsberatungen derjenige, der am wenigsten umstritten ist!“

„Den Anforderungen entsprechend ausgestattet, sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr
Glane Garanten für effektive Hilfe!“, lobte Kreisbrandmeister Heiner Prell die „leistungsstarke
Wehr im Osnabrücker Land“ und hob auch die hervorragende Abstimmung innerhalb der
Stadtfeuerwehr hervor.

Am Sonntag freuten sich die Kameraden anlässlich des Tags der offenen Tür über den Besuch
vieler Bürger aus dem Umkreis. Der Höhepunkt an diesem Tage war das sogenannte
„Feuerwehrwagen Pulling“. Vereine, Nachbarwehren und kurzfristig gebildete Kleingruppen
à 5 Mann konnten bei dem Versuch, den Gerätewagen der Glaner Wehr schnellstmöglich über
eine Distanz von 30 Metern zu ziehen, ihre Kräfte messen.

Interessierte der Glaner Feuerwehr-Geschichte konnten sich tagsüber in der Fahrzeughalle
einen musikalisch unterlegten Rückblick anschauen. Viele geschichtsträchtige Bilder ließen
die Zeit von der Gründung über den Bau des Gerätehauses vor 50 Jahren bis zur Einrichtung
der Atemschutzwerkstatt im vergangenen Jahr Revue passieren. So konnten sich die Betrachter
über den Entwicklungsprozess von der Handspritzpumpe zum Tanklöschfahrzeug informieren und
durch gezeigte Einsatzfotos einen Einblick in den Feuerwehralltag erlangen.

Einige Kameraden beim „Firetruck-Pulling“

2008 – Bau einer Atemschutzwerkstatt

Da es in den bestehenden Feuerwehrhäusern in Bad Iburg und Glane keine Möglichkeit gab,
die Atemschutzwerkstatt unterzubringen, wurde in Glane ein Anbau geplant. Nach einem halben
Jahr Bauzeit und ca. 750 Arbeitsstunden konnte die Stadtfeuerwehr Bad Iburg in Glane die
Fertigstellung ihrer Atemschutzwerkstatt feiern. In dem 22 m² großen Raum finden die dafür
speziell entwickelten Geräte, der dazugehörige Computer sowie Reinigungsbecken und
Trockenschrank Platz.

2006 – Neuer ELW

Die Ortsfeuerwehr Glane konnte am 09.06.2006 einen neuen ELW 1 in Empfang nehmen. Das
Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter 313 CDI, bietet acht Personen Platz. Es ersetzte einen
18 Jahre alten Mercedes 309D.

Einsetzbar ist es unter anderem als Zugfahrzeug für den Ölbindemittelstreuer.

Zwei Rückfahrkameras wurden auf dem Dach montiert, die dem Fahrer auch bei Dunkelheit via
TFT-Bildschirm die Möglichkeit geben, den rückwärtigen Bereich einzusehen. Mit einem in der
Mittelkonsole integrierten Joystick können Streubreite und Streumenge verstellt werden.

Zwischen Fahrer- und Beifahrersitzplatz wurde eine Konsole zur Aufnahme von feuerwehrspezifischen
Bedienschaltern, Handlampen, Handsprechfunkgeräten etc. gefertigt. Ein Handmikrofon ermöglicht
Durchsagen über Außenlautsprecher. Weiterhin besteht die Möglichkeit, vordefinierte Texte zur
Warnung z. B. der Bevölkerung über ein CD-Radio abzuspielen. Im mittleren Bereich des Fahrzeugs
ist ein Funktisch mit zwei 2-m- und einem 4-m-Funkgerät eingebaut. Zusätzlich am Tisch sind
Anschlüsse für PC-Geräte, Telefon und eine Funkuhr angebaut. Das Fahrzeug ist zudem mit einem
Laptop mit Gefahrstofferkennungsprogramm sowie Drucker und Faxgerät ausgestattet.

Im hinteren, unteren Teil des Fahrgastraumes befindet sich ein Schrank zur Aufbewahrung von
Hängeregistern für Einsatzpläne. Im oberen Teil ist ein weiterer Schrank für Aktenordner und
Schreibutensilien eingebaut. Der Heckbereich hat im oberen Teil eine Konsole mit großen
Kunststoffkästen zur Aufnahme von Kleinmaterial.

2006 – Durch die Motorsäge zum Kunstwerk

Feuerwehrmann Johannes Nagel „modellierte“ mit der Motorsäge im Laufe von dreißig Arbeitsstunden
aus einem rohen Baumstamm einen lebensgroßen Feuerwehrmann. Die Figur ist so detailliert gemacht,
dass selbst C-Rohr und Feuerwehraxt perfekt zu erkennen sind. Das Kunstwerk schmückt nun das
Feuerwehrhaus in Glane.

 

 

 

 

1995 – Präsentation des neuen Tanklöschfahrzeuges

Ein neues Tanklöschfahrzeug wurde im September 1995 bei einem Tag der offenen Tür der
Öffentlichkeit präsentiert. Das Fahrzeug mit dem offiziellen Namen TLF 16/24 verfügt über
einen 2.400 Liter fassenden Wassertank und zeichnet sich besonders durch seinen kleinen
Wendekreis und den Allradantrieb aus, was sich vor allem bei Einsätzen im Wald und auf
landwirtschaftlichen Betrieben hervorhebt. Mit der Übernahme wurde ein etwas in die Jahre
gekommenes TLF von 1966 abgelöst.

1988 – Erweiterung des Fuhrparks

Im Laufe der Zeit konnten immer mehr Geräte und Ausrüstungsgegenstände angeschafft werden.
Da der alte Fuhrpark aber bald zu klein war, um alles zu transportieren, war ein neues
Fahrzeug nötig geworden. Daher erhielt die Freiwillige Feuerwehr Glane im September 1988
einen Gerätewagen zur technischen Hilfeleistung, welcher über einen Stromerzeuger und ein
Kombi-Gerät aus Schere und Spreizer verfügte, aber auch wasserfördernde Armaturen wie etwa
eine Frontpumpe mit sich führte.

Im Jahre 2012 wurde dieses Fahrzeug für Einsätze im Bereich „Gefahrgut“ umgerüstet.

1975 – Einführung von Atemschutzgeräten

Nach einem Brand im Friseursalon Bartholomé wurden im Jahre 1975 die ersten Atemschutzgeräte
angeschafft und bei einer Feuerübung im Iburger Schloss getestet.

 

 

 

1971 – Ende einer Ära und ein neues LF 8

Am 27. September 1971 konnten die Feuerwehrmänner das Nachfolgemodell, einen Mercedes Benz 408d,
präsentieren. An diesem Tag endete zudem die Amtszeit des Ortsbrandmeisters Franz Wiemann,
welcher dieses Amt seit nunmehr 36 Jahren bekleidete. Sein Nachfolger, Antonius Kleine-Schönepauk,
wurde ein Jahr später auch noch zum stellvertretenden Stadtbrandmeister ernannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1959 – Einweihung des neuen Feuerwehrhauses

Da das Feuerwehrhaus an der Straßengabelung Glane–Hilter zu klein geworden war, wurde in den
Jahren 1958–59 in den Gärten der Samtgemeinde ein neues Feuerwehrhaus errichtet.

 

 

 

 

1955 – Anschaffung eines LF 8

Im Jahre 1955 wurde durch den Samtgemeindebürgermeister Mathias Averbeck ein LF 8 auf Basis
eines Ford V8 angeschafft. Den Aufbau übernahm die Firma Schlingmann in Dissen.

 

 

 

1939 – Das erste motorisierte Fahrzeug

Zunächst stand der Glaner Wehr nur eine Handdruckspritze zur Verfügung. Im Jahre 1939 wurden
dann ein Personenkraftwagen sowie eine Tragkraftspritze mit Anhänger angeschafft, welche bis
1955 ihren Dienst verrichteten.

1934 – Gründung

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Glane im Jahre 1934 hatte mit den damaligen politischen
Verhältnissen im Deutschen Reich zu tun. Als in Glane ein Jahr nach der Machtübernahme eine
Ortsgruppe der N.S.D.A.P. gegründet werden sollte, entzogen sich beherzte Glaner dieser
unerwünschten politischen Beeinflussung dadurch, dass sie erklärten, sie wollten wohl freiwillig
zum Nutzen der Heimat eine Feuerwehr gründen. So ist niemals in Glane eine Ortsgruppe der
N.S.D.A.P. entstanden, wohl aber eine Freiwillige Feuerwehr.

Nachdem auf Initiative des Samtgemeindebürgermeisters Mathias Wiemann, der damit als Gründer
der Freiwilligen Feuerwehr Glane zu gelten hat, mehrere Besprechungen unter wenigen Männern
stattgefunden hatten, wurde am 7. März 1934 eine Liste ausgelegt, in die sich die Männer,
die gewillt waren, Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr Glane zu werden, eintragen konnten.
Die Versammlung fand bei Wirt Josef Blase statt. Folgende Personen trugen sich ein:

  • Franz Hagedorn
  • Heinrich Westermann
  • Heinrich Westmeyer
  • Franz Dorenkamp
  • Hermann Becks
  • August Steltenkamp
  • Franz Wiemann
  • Heinrich Steltenkamp
  • Andreas Wiegmann
  • Bernhard Pax
  • Franz Schröder
  • Heinrich Dorenkamp
  • Ignatz Hagedorn
  • Ewald Temme
  • Josef Blase
  • Bernhardt Kreimer
  • Kaspar Laermann
  • Heinrich Schaiper
  • H. Eilers
  • Johannes Grove
  • Heinrich Kleine Schönepauck
  • Bernhard Möller
  • Theodor Grove
  • Hermann Kleine Schönepauck

Die Männer kamen aus allen Bauernschaften, nämlich Visbeck, Ostenfelde und Sentrup sowie aus
dem Dorfe selbst. Diese Versammlung muss noch eine Vorbesprechung gewesen sein, denn es liegt
ein Protokoll vom 2. April 1935 vor, aus dem hervorgeht, dass am 6. April 1934 nach einem
Werbevortrag des Kreisbrandmeisters Prell aus Dissen und des Kreisadjutanten Einicke aus Dissen
unter gleichzeitiger Aufnahme von 18 Mitgliedern die Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde.
Der Brennereibesitzer und Landwirt Clemens Schürmeyer wurde zum Brandmeister ernannt. In der
Versammlung am 10.04.1934 wurden Heinrich Westmeyer Löschmeister und Stellvertretender
Brandmeister, Andreas Wiegmann Schriftführer, die Gebrüder Franz und Ignatz Hagedorn Gerätewarte.
Der erste Dienst wurde auf den Abend des 16. April festgesetzt, an dem 24 Männer erschienen.

An weiteren Übungsabenden führte der Kreisbrandmeister Prell die Feuerwehr in die Anfangskenntnisse
und notwendigsten Übungen ein. Das erste Jahr forderte den Männern große Leistungen ab. Es wurden
44 Übungsabende, 3 kleinere Alarmübungen und 1 große Alarmübung abgehalten, an der sich auch die
Feuerwehren aus Hilter und Laer beteiligten.

In 2 Ernstfällen konnte die Feuerwehr ihren Ausbildungsstand unter Beweis stellen: bei einem
Scheunenbrand bei Borgelt auf dem Donnerbrink und bei einem Wohnungsbrand bei Brinker in Sentrup.
Am 27.05.1934 nahm die Feuerwehr mit 20 Mann an einem Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bad
Rothenfelde teil. Am 30.07.1934 wurden die Männer nach den neuesten Vorschriften eingekleidet.
Im August 1934 fuhren sie zu dem Kreisfeuerwehrfest in Belm.

Mitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr Glane: o.v.l.: Franz Dorenkamp, Heinrich Schaiper,
Heinrich Weis, Franz Wiemann, Heinrich Dorenkamp, Bernhard Möller sen. /// u.v.l.: Heinrich
Steltenkamp, Heinrich Westermann, August Steltenkamp

Vorgeschichte

Im Jahre 1772 wurde vom Hochstift Osnabrück verordnet, dass in jedem Orte außer den Feuereimern
auch Feuerleitern und Feuerhaken vorhanden sein mussten. Jedes Kirchspiel musste mindestens über
eine Feuerspritze verfügen. Es ist anzunehmen, dass Glane sich so verhalten hat, wie es die
Behörde angeordnet hat. Schriftliche Unterlagen sind darüber nicht vorhanden. Jedenfalls stand
um die Jahrhundertwende (1900) eine fahrbare Handdruckspritze zur Verfügung. Die Spritze stand
in einem Spritzenhaus, das sich in der Mitte des Dorfes bei Tovar am Thie befand. Brach ein
Brand aus, so halfen zunächst die Bewohner des Dorfes und die Nachbarn aus. Auf jedem Hofe
mussten nach der eben genannten Verordnung mehrere Ledereimer zur Beförderung des Wassers
vorhanden sein, außerdem ein Feuerhaken zum Einreißen von Wänden. Ein Nachbar hatte mit seinen
Pferden die Handspritze zu holen.

Die Kirche in Glane, ein einschiffiger gotischer Bau aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, war
zu klein für die große Zahl der Gläubigen geworden. Es wurde deshalb als ein Zeichen des Himmels
angesehen, als am 19. Mai 1875 bei einem ganz unscheinbaren Gewitter ein Blitz in den Turm schlug
und dort wahrscheinlich ein Dohlennest entzündete. Turm und Kirche brannten nieder. Wegen des
frischen Westwindes wurden mit der Kirche sieben Häuser mit Nebengebäuden ein Raub der Flammen.

In den Jahren vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1934 bestand eine Pflichtwehr
unter dem Spritzenbrandmeister Josef Blase. Jeder Haushalt hatte im Falle eines Brandes eine
Hilfskraft zu stellen.